Survivor?

Wie der Name schon sagt
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kwk36
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Survivor?

Beitrag #1 von kwk36 » 10.02.2013, 11:41

Für diejenigen die immer ein nasses Höschen bekommen wenn irgendwo etwas besser erhaltenes zu Verkauf steht....
Das ist ein "Survivor":
...Oh mann, was finde ich dieses Wort schwul.....


http://www.vintagecorvettes.com/1967davis.html

Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body but rather sliding in, shotglass in one hand, cell phone in the other, body thoughly used up and totally worn out screaming WooooooHoooooo WHAT A RIDE!!!!!!!!!!


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Allmentux
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Beitrag #2 von Allmentux » 10.02.2013, 14:42

Survivor sind hoch interessante Autos - vor allem wegen ihrer Geschichte (Da kann es meinetwegen auch eine Plain Jane sein).
Es ist einfach faszinierend, wie ein Auto so lange in so einem guten Zustand überleben konnte.
Übrigens haben die Corvette Leute der Bloomingten Gold Veranstaltung in St. Charles, Illinoins den Begriff Survivor "erfunden" und das erste mal gemerkt:
Es ist nicht nur erstrebenswert Autos superübergut zu restaurieren, sondern es ist ebenfalls zu würdigen unrestaurierte Exemplare in dem Zustand zu erhalten.
Mit den Mopar-Leuten zusammen sind die Corvette-Leute als seeeeehr pingelig bekannt.
Daher auch die Fotos der ganzen Markierungen an Kardanwelle & Co.
V8-Sven
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Beitrag #3 von V8-Sven » 10.02.2013, 14:47

Nur mal so gefragt, wer kann es denn überhaupt nachvollziehen, wenn vor zig Jahren ein s.g. Survivor schon mal bis ins kleinste Detail original restauriert wurde? Habe nämlich das Gefühl, dass es in den letzten Jahren in Mode gekommen ist Survivor anzubieten. Kann mir nicht vorstellen, dass jeder dieser angeblichen Survivor auch wirklich einer ist.
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Allmentux
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Beitrag #4 von Allmentux » 10.02.2013, 15:14

Es kommt auf die Details an.
Wenn du ein Auto top restaurierst, dann aber 30 Jahre "period-correct" Reifen draufpackst glaubt dir das keiner.
Wenn du aber überall - je nach Zustand - Patinaspuren hast sieht das ganz anders aus. Die kannste kaum nachmachen.
Wie aufwendig das ist, stand einmal in einer Oldtimer-Markt.
Dort hat ein Ami seinen Plymouth und ein paar andere Mopas auf den Zustand restauriert wie er aus der Fabrik kam.
Der Aufwand ging finanziell in die Hunderdtausende.... das tuen sich die wenigstens freiwillig an.
Die Begriffe "Survivor" oder "Original" werden auch gerne inflationär gebraucht.
Manchmal ist es einfach nur eine Ausrede für "ich hab keine Lust das Auto vernünftig zu pflegen und/oder hab kein Geld dafür".
Leider haben auch die meisten Leute wenig Ahnung was "Survivor" und "Original" bei Oldtimern wirklich für eine Bedeutung haben.
Denn mit der Originalität (und damit dem Status eines Survivors) ist es wie mit der Jungfräulichtkeit:
Wenn sie weg ist, ist sie weg...
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chief tin cloud*RIP*
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Beitrag #5 von chief tin cloud*RIP* » 10.02.2013, 15:39

Da ging es nicht darum, das Auto perfekt zu "restaurieren" (das würde voraussetzen, dass es das Werk perfekt verlassen hat was nicht stimmt) sondern den exakten Neuzustand wiederherzustellen. Wenn also ein Arbeiter eine Kreidemarkierung an der Hinterachse angebracht sein, dann muss sie auch wieder dran, in der richtigen Farbe, Länge, Dicke und Linie. Wenn der Werkleiter Pfusch zuliess und irgendwelche Innenseiten der Karosserie grundiert aber mit Deckfarbe nur benebelt wurden dann muss das auch wieder. Wenn ich ich mich recht erinnere, kostete eine solche "Resto" für nen Valiant mehrere 100'000 $ mit dem effekt, dass das Auto nicht mehr gefahren werden kann. Ein heisser Krümmer verändert die Farbe und das stimmt ja dann nicht mehr. Und bremsen nützt die Beläge ab usw.
Ziemlich bekloppt, das ganze.

Ich denke, ein Kenner wird immer merken wenn man ihm ne Resto als Survivor unterjubeln will. Je teurer das Auto, desto mehr Marge gibt es für Tricksereien - aber desto genauer wird auch hingeschaut.


"Survivor" find ich auch n blödes Wort. "Original erhalten" klingt besser. Muss man nicht mögen. Es wär halt schön wenn solche Autos erhalten blieben damit auch später noch sehen kann wie was gemacht wurde - zum Customizen ist er nicht notwendig wie zahlreiche beispiele (auch hier) zeigen. Wobei der Uebergang fliessend ist ab wann n Custom nicht mehr verändert werden soll. Es gibt Leute, die finden es n Sakrileg, n O-Barris umzubauen. Irgendwie beisst sich hier die Katze in den Schwanz...
:gruebel:
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ASK THE MAN WHO OWNS ONE

Es ist kompliziert.
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Allmentux
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Beitrag #6 von Allmentux » 10.02.2013, 15:53

Solche Autos gehören dann ins Museum. Dort sind sie am besten aufgehoben.
Meinen Respekt hat der Mann auf jeden Fall. Was ich aber als die Arbeit an sich bewundere ist das Zusammentragen von all dem Wissen das für diese Art der Restauration (ein Auto in einen fast 100% Factory-Original Zustand zu bringen) notwendig ist.
Er sollte sich mal mit 70er Lincolns beschäftigen :D
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TranSam
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Beitrag #7 von TranSam » 10.02.2013, 17:09

Respektabel ist das ganz sicher und man lernt auch extrem viel über sein Auto wenn man mal mit sowas anfängt.
Aber ich kaufe ein Auto grundsätzlich um es zu fahren und erhalte es auch gerne in einem guten Zustand und eigne mir halt auch das dazu nötige Wissen an.
Die Originalität schwindet beim Gebraucht mit der Zeit, also bin ich auch der Meinung, das besonders die "Survivors" in ein Museum gehören. Denn die gibt es schliesslich nur begrenzt. Ein bereits restauriertes Auto kann man eigentlich immer wieder herstellen und schreibt seine Geschichte ständig weiter, ohne dass man sich um seine "Jungfräulichkeit" sorgen muss.
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kwk36
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Beitrag #8 von kwk36 » 10.02.2013, 17:42

Naja, ich mag die Formulierung einfach nicht. Diese Autos selbst sind wirklich der Hammer. Was mich stört ist das "Survivor" zunehmend im Zusammenhang mit gut erhaltenen Gebrauchtwagen verwendet wird. Das ist schlichtweg sinnlos. Ein "Survivor" ist ein Auto das ins Museum oder eine Sammlung gehört, denn wenn es wieder gefahren würde wäre es nur noch ein Gebrauchtwagen. Autos verschleissen nunmal und irgendwann ist eine Restauration fällig.
Ich liebe "Originale" Autos, keine Frage. :p Die schaue ich mir ehrfürchtig im Museum an. Das was ich selbst auf der Strasse fahre ist genau dafür gebaut. Wenn ich ein gut erhaltenes Original kaufe und fahren will, dann komme ich nicht umhin z.B. den Korrosionsschutz auf neuesten Stand zu bringen. Originalität futsch.... Macht aber nichts wenns mal regnet!

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Beitrag #9 von D.W. » 17.02.2013, 13:39

Allmentux schrieb: Es kommt auf die Details an.
Wenn du ein Auto top restaurierst, dann aber 30 Jahre "period-correct" Reifen draufpackst glaubt dir das keiner.
Wenn du aber überall - je nach Zustand - Patinaspuren hast sieht das ganz anders aus. Die kannste kaum nachmachen.
Wie aufwendig das ist, stand einmal in einer Oldtimer-Markt.
Dort hat ein Ami seinen Plymouth und ein paar andere Mopas auf den Zustand restauriert wie er aus der Fabrik kam.
Der Aufwand ging finanziell in die Hunderdtausende.... das tuen sich die wenigstens freiwillig an.

Dave Walden, über den der Bericht in der Oldtimer-Markt war, hat diese beiden Mopars bis zur Perfektion restauriert.
1970 Dodge Challenger
1970 Plymouth Valiant
Ob das sinnvoll ist bleibt dahingestellt. Interessant auf alle Fälle. Und das solche Exmplare nur fürs Museum gemacht werdein ist auch klar. Alle richtigen Zustand 1 Autos in den USA werden nicht zum Fahren restauriert, sondern zum Hinstellen. In D gibts sowas nicht (zumindest nicht das ich es wüßte)

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