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Ultimativer Adventskalenderfred 2017

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Ultimativer Adventskalenderfred 2017

Beitrag #46 von chief tin cloud » 10.12.2017, 10:00

blackmagic57 hat geschrieben:
     Studie von 1929 Cord L-29 Collapsible Sedan Werkzeichnung. 

What the hell means "Collapsible" Sedan??? :achselzucken: 

Btw. wieder mal eine spannende Geschichte, Chief - Danke!

Collapsible (zusammenfaltbar) meint dasselbe wie Convertible. Auch im Karosseriebau geht es darum, banale Dinge möglichst abgehoben zu benennen. Das war auch bei den Serienkarosserien so. "Cabriolet" für "Convertible Coupe" war höchst ungewöhnlich und Phaeton Sedan sogar eine Cord-Wortschöpfung.
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Beitrag #47 von witeblax » 10.12.2017, 19:50

Auf dem Zeitungstitel und ein paar S/W-Bilder weiter ist so was wie ne Fernbedienung sichtbar (Mantaray). Was hat es damitt auf sich? Motormanagement? :confused:
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Beitrag #48 von stero111 » 10.12.2017, 20:04

Das ist in der Tat eine Fernsteuerung! Damit konnte er das Bubble auf und zu machen, den Motor starten, das Licht schalten und noch ein oder zwei Kleinigkeiten. Zum fahren war die Remote Control allerdings nicht gemacht! Es war eher ein Show-Effekt für Ausstellungen.
Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt, jeden Tag kommt jemand und marschiert aufrecht drunter durch!
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Beitrag #49 von chief tin cloud » 11.12.2017, 00:03

Bild Montag, 11. Dezember 2017  

 








Liebe Gemeinde,

auch dieses Jahr öffnet sich ein Kalenderfredtürchen für die Marke Packard. Dieser hier hat bis heute viele Geheimnisse.


Fest steht: Das Fahrgestell ist ein Eight (in diesem Jahr hiess der kleine Achtzylinder so und nicht One-Twenty) aus der 16. Serie (20. September 1937 bis 19. September 1938). Es wurde neu nach Italien verschifft. Möglicherweise ist es eines von sieben, die an europäische Carossiers gingen um aktuelle Designtrends zu analysieren. Empfänger war Alfredo Vignale (1913-1969).

Hier beginnt das erste Rätsel. Vignale eröffnete seine Carrozzeria Alfredo Vignale an der Via Cigliano in Turin nämlich erst 1946 (nach manchen Quellen sogar erst 1948). Möglicherweise plante er seinen Einstieg in die Selbständigkeit mit diesem Auftrag, und der Krieg kam dazwischen. Möglicherweise versteckte Vignale das Fahrgestell, das sonst wohl requiriert worden wäre. Jedenfalls karossierte er diesen Packard Eight erst 1948. Er erhielt einen Cabriolet-Aufbau, den Vignale, gemäss einer Packard-Tadition, Convertible Victoria nannte. Vor dem Krieg waren dies Fünfsitzer mit einem in die Karosserie integrierten Lederkoffer im Heck und einem Verdeck ohne Seitenscheiben. Letzteres hat auch der Vignale.




Das Auto hat das Packard-Werk nie gesehen. Es wurde rot lackiert und blieb wohl in Italien. Viele Details an diesem Fahrzeug stammen aus italienischer Produktion, etliches ist von Fiat.




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Quelle: Coachbuild




Danach kam das Auto in die Marano-Sammlung in die USA Mittlerweile ist es restauriert und schwarz lackiert.





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Quelle: conceptcarz



Packard bot mit der 22. Serie, ebenfalls 1948, sein erstes Nachkriegs-Cabrio an. Es ist interessant, dieser Liuxuscabrio (es gab zunächst nur den Custom Eight als Cabrio) mit Vignales Design zu vergleichen. beide haben komplett flache Seiten. Die Formgebung der 22. und der fast identischen 23. Serie war damals weniger umstritten als heute. Voll-Pontonkarosserien mit flachen Flanken galten als modern und die meisten US-Hersteller, inklusive General Motors und Chrysler, experimentierten damit. Zu den Automarken, die mit Voll-Pontonmodellen auf den Markt kamen, gehörten Hudson (1949), Kaiser (1946), Frazer (1947), Packard (1948), Ford, Nash (1949) und die Nachzügler Willys (1952) und Studebaker (1953).



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Der One Twenty/Eight hatte Packards "kleinen" sv-R8 mit 288 ci (4719 ccm) und 130 HP @ 3600 RPM. Das Fahrgestell betrug 127 Zoll (3226 mm) - wie das des Custom Eight....


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1938 Packard Eight Convertible Coupe  Model 1601


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1948 Packard Custom Super Eight Convertible Victoria Model 2206



Quelle: Wikipedia


Dieses "Frühwerk" von Vignale zeigt bereits die Meisterschaft des Designers. Bekannt wurde er mit Kreationen für Ferrari, Maserati und Lancia. Der Packard war der erste "Ami" für ihn, aber beileibe nicht der einzige. Danach hat er auch Cadillac, Chrysler, Corvette und natürlich Cunningham-Rennsportwagen karossiert. Packard hätte die Leichtigkeit des Vignale gut getan. Es sollte nicht sein. Die 23. Serie entsprach weitestgehend der 22. Und Präsident George Christopher wollte das alte Design im folgenden Jahr gleich noch einmal aufwärmen. Sein Management spielte nicht mit. Christopher trat zurückund Packards 24. Serie erschien neu und viel schlanker. Aber das ist eine gaaaaanz andere Geschichte....

 
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Beitrag #50 von chief tin cloud » 12.12.2017, 00:31

Bild Dienstag, 12. Dezember 2017  

 







Liebe Gemeinde,


Wie jedes Jahr stellt Euch Euer Adventskalenderfredredaktor auch heuer wieder eine nicht-amerikanische Automarke vor. Und weil er praktisch veranlagt ist, setzt er das Messinghäubchen grad noch oben drauf.

Tatsächlich öffnet sich das Türchen für eine fast vergessene britische Marke:


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Alldays & Onions



Der Hersteller existierte bis in die 1980er Jahre – nicht als Automobilhersteller, sondern als älteste Engineering-Firma der Insel.

Alldays & Onions entstand durch Fusion zweier Konkurrenten, die beide in Birmingham Schmiedebedarf – sprich: Blasebälge – herstellten. Alldays & Sons war der kleinere und seit 1720 nachweisbar. Also der jüngere Zweig, seit 1780 als William Allday and Son. 1871 ehielt das Unternehmen ein Patent für „Verbesserungen an Schmiede- und anderen Blasebälgen“.
Der andere wird bereits 1650 erstmals erwähnt, was eben unseren späteren Auch-Autobauer zum ältesten Engineering-Betrieb des Königsreichs machte. Seit damals ist die handwerkliche Herstellung von Blasebälgen für Schmiede durch eine Familie Onions in Birmingham belegt. Der Nachfahr John Collingwood Onions (1809-1862) betrieb diese Produktion um 1845 als Manufaktur; 1853 arbeiteten 100 Personen im Betrieb, der als grösster seiner Art galt.


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Alldays Patent-Pneumatikschmiedehammer, 1918




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Alldays Empire Schmelzofen mit Ölfeuerung, 1918




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Alldays Cupola-Schmelzofen,  1922




1885 fusionierten die John C. Onions Company und William Allday and Sons Ltd zur Alldays and Onions Ltd. Eine Reorganisation führte 1889 zur neuen Alldays & Onions Pneumatic Engineering Co Limited. Das Unternehmen stellte überwiegend Blasebälge und mobile Schmelzöfen her. Zu dieser Zeit begann aber auch eine Fahrradproduktion mit den Markennamen Alldays und Alldays Matchless, die ab 1893 belegt ist und bis sicher 1935 andauerte. Um 1930 wurden auch Fahrradanhänger hergestellt, die laut Werbung an jedem Fahrrad angebracht werden konnten und auch als Handwagen nutzbar waren. Es wurden auch Frachtfahrräder in verschiedenen Ausführungen angeboten.




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1904 Alldays Matchless Roadster Fahrrad




 

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Alldays Zephyr Club Fahrrad, 1931 



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Transportfahrräder,  1935



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Alldas Fahrradanhänger, 1931 




Hauptbereich blieb die Schmiedeindustrie. Nach und nach erweiterte das Unternehmen sein Lieferprogramm um pneumatische Lufthämmer, Ambosse, Schmelztiegel und -öfen, Heizkessel, Lastenheber, Material zum Betrieb von Eisenbahnen (belegt ab 1914) und komplette Ausstattungen für Schmieden und mechanische Werkstätten. Die Betriebsstätten beider Fusionspartner wurden aufrecht erhalten. Während aber Onions im Markennamen immer weniger eine Rolle spielte, wurde Alldays zunehmend zum alleinigen Markennamen oder zu einem Bestandteil davon. Im Schmiedebereich trat William Allday and Sons noch bis weit in die 1970er Jahre in Erscheinung. Einschlägige Produkte, darunter auch Gebläse für Zentrifugen und Ventilatoren - wurden nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Label Alcosa vermarktet. Schon bald wurden die zugekauften Motoren durch solche aus eigener Produktion ersetzt.


 

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1904 Alldays 2.5 HP

 



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1913 Alldays


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1914 Alldays-Matchless  





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 1919 Allon 


Motordreiräder wurden damals als Automobile gesehen; die ersten Motorräder kamen erst gerade auf. Ab 1902 wurden bei A&O auch Motorräder produziert.


Auch die ab 1898 prroduzierte Voiturette „Alldays Traveller“ war ein De Dion-Bouton-Lizenzprodukt und entsprach deren Vis-à-vis. Es gab ihn auch als „Mikrolaster“.






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Verschiedene Alldays Traveller,1901-1903
 




Eine ernsthafte Produktion von Automobilen begann 1903; davon abgeleitete Nutzfahrzeuge erschienen kurz darauf in Form von geschlossenen Lieferwagen. Noch 1907 wurden überwiegend von PKW abgeleitete Nutzfahrzeuge verwendet.







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1904 Alldays 7HP Swing-seat tonneau







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1905 Alldays 8 HP Swing-seat Tonneau

 




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1905 Alldays 10HP Swing-seat tonneau. 2 Zylinder, 1418 ccm



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 Verschiedene Alldays 10HP: Swing-seat tonneau und tourer, 1907  




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Kratzte an der Oberklasse: 1906 Alldays 20 hp tourer, 1907 Chassis



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Verschiedene Alldays: 12-14 HP:  10-12 HP, 14 HP,  14-18 HP




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Vom einzigen Sechszylinder 30-35 HP wurden sehr wenige Exemplare gebaut. 1911
 


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Kontrastprogramm: 1913 Alldays Midget 8-10 HP Cyclecar
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Beitrag #51 von kwk36 » 12.12.2017, 19:20

Dieser Adventskalender ist wieder sowas von Klasse... Danke Chief!

Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body but rather sliding in, shotglass in one hand, cell phone in the other, body thoughly used up and totally worn out screaming WooooooHoooooo WHAT A RIDE!!!!!!!!!!


"In any conflict between Physics and Style, Physics always wins"



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Beitrag #52 von chief tin cloud » 13.12.2017, 01:11

Bild  Mittwoch, 13. Dezember 2017








Liebe Gemeinde,

Danke für Euere Ermunterung. Es läuft recht gut. Hoffentlich bleibt das so. Man kann dem Adventskalenderfredredaktor übrigens gerne Anregungen übermitteln. Für grössere Recherchen wird die Zeit nicht reichen, aber ein einzelnes Türchen bringt er möglicherweise noch unter...


Auch heute wollen wir wieder etwas tun für eine Minderheit in diesem Forum. Gleichzeitig hofft Euer Adventskalenderfredredaktor, auch einer Mehrheit im Forum ein erfreuliches Aha-Erlebnis zu bescheren.


Die Minderheit betrifft, Ihr habt es sicher längst geahnt, die Antarktisforscher. Hand aufs Herz: Wievele davon sind Euch im Forum schon begegnet?   E - B - E - N...


Für die Mehrheeit ist es einfach: Es darf gerne amerikanisch, gross, ausgefallen und dieselgetrieben sein. Und da hat Euer Adventskalenderfredredaktor nach langem Nachdenken das richtige Fahrzeug gefunden. Es ist rein amerikanisch, SEHR gross und nicht nur ein bisschen ausgefallen - es sieht aus wie der wahr gerwordene Traum eines leicht verrückten HOBBY- oder Popular Mechanics-Zeichners... Und es hat nicht nur einen Dieselmotor, sondern gleich zwei. Ganz zuletzt wurde es für die Antarktisforschung gebaut. Passt doch, oder?



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1939 Polar Expeditionary Mobile Land Base




1. Kapitel: Die Vorgeschichte

Die Byrd Antarctic Expedition (1928–1930) war die erste der insgesamt fünf Expedition auf Antarktika, die Byrd leitete. Er umflog er den Südpol und entdeckte das Marie-Byrd-Land und die Edsel-Ford-Range. Es folgte die Byrd Antarctic Expedition II von 1933–1935, in deren Verlauf Byrd 1934 das Rockefeller-Plateau entdeckte. Während dieser Forschungsreise kam es zu einer gefährlichen Situation, als Byrd und zwei weitere Expeditionsmitglieder im Landesinneren abgeschnitten wurden.





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Wäre ein eigenes Türchen wert: 1931 Citroën Kégresse P-17 "Autochenille"





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Physiker und Antarktisforscher Dr. Thomas C. Poulter (1897–1978)



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Konteradmiral Richard Evelyn Byrd (1888-1957), Polarforscher 


Der wissenschaftliche Leiter, Dr. Thomas C. Poulter (1897–1978), unternahm die Rettung der Abgeschnittenen mit einem der Citroën-Kégresse Halbkettenfahrzeuge des Teams. Die Rettungscrew benötigte drei Anläufe und drei Tage, um die 123 Meilen zurückzulegen und die Kameraden vor dem sicheren Erfrieren zu retten. Das brachte Poulter auf die Idee einer mobilen Plattform für Expeditionen im Ewigen Eis.


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Snow Cruiser mit 39er Plymouth...


2. Kapitel: Projekt I-69

Der angesehene Physiker Dr. Poulter war nach dieser Expedition wissenschaftlicher Leiter der Research Foundation des Armour Institute of Technology in Chicago (Illinois). Es ist wahrscheinlich, dass er mit dieser Idee an seinen Vorgesetzten Harold Vagtborg herantrat, den Leiter dieser Forschungsstiftung. Das Armour Institute begann tatsächlich 1937, ein solches zu planen. Ein Projektteam unter der Leitung von Dr. Poulter arbeitete zwei Jahre lang am Entwurf, der die Nummer I-69 erhielt. Die Kosten wurden auf US$ 150.000,- geschätzt, die von der Stiftung und  72 Unternehmen aufgebracht wurden.



3. Kapitel: Der Bau

Mit dem Bau des Snow Cruiser wurde im August 1939 in den Pullman-Werken in Chicago  begonnen. Pullman war einer Sponsoren des Projekts. Man hatte elf Wochen Zeit, um nach Poulters Plänen ein fertiges Fahrzeug zu bauen.

 
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4. Kapitel: Die Technik

Aufbau
Die Polar Expeditionary Mobile Land Base, oder kurz: Der Snow Cruiser, war selbsttragend ausgeführt. Jedes der Räder konnte einzeln vor- und rückwärts gedreht, gelenkt, gebremst und hydraulisch angehoben oder abgesenkt werden. Das Fahrzeug wurde wie ein Panzer mit zwei Hebeln gesteuert.


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Der Führerstand


Antrieb
Der Antrieb erfolgte dieselelektrisch über zwei Sechszylinder-Dieselmotoren Cummins HBI-600. Aus 4⅞ Zoll Hub und 6 Zoll Bohrung ergibt sich ein Hubraum von 672 c.i. Der Treibstoff wird vorgewärmt und eingespritzt. Die Leistung liegt bei je 150 bhp (111,9 kW) @ 1800 U/min. Die Kraft wird über je einen General Electric-Generator verteilt auf vier General Electrics Differentiale; in jedem Rad eines. Jedes ist 50:1 untersetzt. Sie übertragen die Kraft auf je einen elektrischen GE-Radmotor mit 50 bhp Leistung.


Hydraulische Anlage
Lenkung, Bremsen und Radabsenkung funktionierten hydraulisch. Die Anlage arbeitete mit einem Druck von 6,7 kg/cm².



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Rad mit 39er Plymouth...


Räder
Die Felgen waren aus Stahl geschweißte Konstruktionen 10 Fuss x 35,5 Zoll. Ein komplettes Rad wog 340 kg.
 

Technische Spezifikationen

Maschinen: Zwei 6-Zylinder-Cummins-Dieselmotoren
Antriebsmotoren: Vier General Electrics mit je 75 PS
Höchstgeschwindigkeit: ca. 50 km/h
Länge: 15,4 m
Höhe: 4,4 m
Breite: 5,25 m
Gewicht (voll beladen): 34 t
Reichweite: ca. 8000 km



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Flugzeug
Zur Ausstattung gehörte ein Doppeldecker Beechcraft Model 17 "Staggerwing", mit dem der Weg erkundet wurde. Das Flugzeug wurde mit dem gleichen Kran an-und abgehoben, mit dem auch die Räder gewechselt wurden.  



Quellen: Special Interest Auto, The MoTor, Life Magazine, The Old Motor, Old Cars Weekly, Wikipedia
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Beitrag #53 von blackmagic57 » 13.12.2017, 02:10

WOW - wo nimmst du nur solche Kuriositäten her????? :eek: 

Gibt es das Monster noch, oder was ist daraus geworden?
Kam es tatsächlich in Einsatz?
´
Allen, die ich dieses Jahr beleidigt, beschimpft oder enttäuscht habe, möchte ich sagen: "Das wird schon seinen Grund gehabt haben." :fiesgrins:


Cadillac, what else? :rolleyes: :arrow: zu meinem ´57 Cadillac Resto-Thread
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Beitrag #54 von Mini-Man » 13.12.2017, 04:14

Krasses Ding. Mich würde auch interessieren, ob dieses Gerät jemals zum Einsatz kam. Und es gibt keine weiteren Bilder?
Vom Ossi lernen, heisst überleben lernen !
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Beitrag #55 von chief tin cloud » 13.12.2017, 10:22

Habt etwas Geduld, das Rätsel wird noch gelöst - es ist noch nicht Weihnachten und es kommen noch Türchen!    :baum:  
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Beitrag #56 von EscortDriver97 » 13.12.2017, 12:42

Wow echt abgefahren das Teil! Super interessantes Türchen....weiter so! :Doppeldaumen: :zugabe:
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung! Die gleichen Fragen hatte ich auch.
Aber eins noch  -  diese Reifen...ist auf Grund der immensen Größe kein Profil erforderlich um auf Schnee zu fahren? Also mich wundert das etwas! Mit Slicks auf Schnee wie???
Gruß Dominik
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Beitrag #57 von chief tin cloud » 14.12.2017, 02:13

Bild  Donnerstag, 14. Dezember 2017






 




Liebe Gemeinde,

Euer Adventskalenderfredredaktor hat das Programm umgestellt und bringt ausnahmsweise zwei Türchen zum gleichen Thema nacheinander. Es geht also weiter mit der Snow Cruiser Story. Bildmaterial ist in grösserer Zahl verfügbar als es hier verwendet werden kann; teilweise ist es auch kopiergeschützt. Am Ende des Artikels findet Ihr Link zu weiteren Bildern und auch wmv-Videos.



Der Snow Cruiser wurde im August 1939 begonnen und fristgerecht fertiggestellt. Unter grosser medialer Aufmerksamkeit wurde das Monstrum auf öffentlichen Strrassen von Chicago über 1021 Meilen (1640 km) zum Marinestützpunkt in Boston MA überführt. Inzwischen hatte sich die Regierung eingeschaltet, Geld bereitgestellt und den U.S. Antarctic Service (USAS) als zuständige Behörde eingesetzt. Damals wie heute ging es auch um die Sicherung von Bodenschätzen.


Die Überführung löste ein riesiges Medienecho aus. Die Route hat Euer Adventskalenderfredredaktor anhand der Presseinformationen rekonstruiert.


24. Oktober 1939
Am 24. Oktober 1939 wurde der fertiggestellte Snow Cruiser der Öffentlichkeit vorgestellt, wobei "fertiggestellt" nicht "fehlerlos" bedeutet. Die Crew arbeitete praktisch die ganze Nacht davor an der Behebung verschiedener Mängel. Eine Fahrt durch die Stadt wurde gekürzt, weil sich einer der hydraulischen Wagenheber ausgefallen war. Poulter erklärte der Presse, dass die Fahrt ja unternommen würde, um Mängel vor Beginn der Expedition abzustellen. Dass so etwas heute bewilligt würde, ist schwer vorstellbar.



Mittwoch, 25. Oktober 1939
Normalerweise wurde das Fahrzeug mit Allradantrieb gefahren aber nur mit den vorderen gelenkt. Es gab eine Polizeieskorte, die an den Staatsgrenzen ausgewechselt wurde. Wenn es eng wurde, konnten alle vier Räder mitlenken. So "parkierte" man auch am Strassenrand zur Essenspause oder für Reparaturen. Eine niedrige Brücke unterfuhr Poulter, der das Fahrzeug meistens lenkte, indem er die Luft aus den Rädern liess.



Donnerstag, 26. Oktober 1939
Schon im 40 km entfernten Gary IN hatte der Snow Cruiser erhebliche Verspätung. Er traf erst am Morgen des 26 Oktober ein. Hier fanden erfolgreiche Testfahrten auf Sand statt, die von etwa 5000 Zuschauern beobachtet wurden. Sie dauerten etwa drei Stunden, danach wurde die Fahrt fortgesetzt. Hinter dem Snow Cruiser fuhren eigens Abschleppwagen, umbeim Ausweichen von der Straße abgekommene Autos wieder flott zu machen.


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Columbia City OH heute



Am zweiten Tag kam es in Warsaw IN zu einer Verzögerung, als sich eine Brücke als zu schmal erwies; ein Fehler, der vermeidbar gewesen wäre, denn die Strecke war zuvor erkundet worden. In Columbia City IN streifte der Snow Cruiser einen am Straßenrand abgestellten Truck. Am Snow Cruiser wurde ein Nabendeckel einderückt und der LKW wurde leicht beschädigt. Zeitverlust entstand, weil der Snow Cruiser danach durchgecheckt werden musste und hinterher eine weitere schmale Brücke wartete.



Samstag, Sonntag und Montag, 28. bis 30. Oktober 1939


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Pech in Lima OH



Kurz vor Lima OH übernahm Dr. F. Alton Wade, der vorgesehene Fahrer in der Antarktis, das Steuer. Nach nur zehn Meilen und mit einer Geschwindigkeit von knap 25 MPH geschah das Unglück: Der Snow Cruiser kam von der festen Straße ab, durchschlug einen Zaun und rutschte vor den Augen zahreicher Schaulustiger langsam ins Bett des Pike Run Creek, wo er in Schräglage liegen blieb. Verletzt wurde niemand. Die Nachricht vom Zwischenfall verbreitete sich wie ein Lauffeuer, sodass, nach Schätzungen der Polizei, übers Wochenende 125.000 Zuchauer kamen, um sich das Missgeschick anzusehen. Manche gingen dafür 5 Meilen zu Fuss zum Unfallort, und es entstand ein temporäres Geschäft: Augenzeugen verkauften Fotos vom Unfall, und nicht wenige Grundeigentümer vermieteten ihre Wiesen als Parkplätze. Der Durchgangsverkehr wurde umgeleitet.

 
Die Besatzung war entschlossen, das Fahrzeug mit eigenen Mitteln zu bergen - wie sie es in der Antarktis auch hätte tun müssen. Äusserlich war das Mobil unbeschädigt. Defekt waren die Radnabenmotoren auf der linken Seite, der Lenkmechanismus sowie einige Hochdruckleitungen.




Notdürftig repariert, konnte das Gefährt die Reise fortsetzen, allerdings brach nahe Upper Sundusky OH eine Ölleitung, wodurch erneut zwei Stunden verloren gingen. Es kamen Fragen auf, wie das Ding denn die Antarktis meistern solle, wenn es bereits Schwierigkeiten damit hatte, Ohio zu durchqueren. Poulters gelassene Antwort: Der Snow Cruiser sei für die Antarktis gebaut, nicht für die USA...  




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Zeitgenössische Postkarte des Goodyear-Werks in Akron OH


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Akron Municipal Airport. Im Hintergrund der Hangar für den Goodyear Blimp, ein Luftschiff.



Mittwoch, 2. November 1939
Der Snow Cruiser war nahe Akron OH, als Expeditionsleiter Byrd in Boston ankündigte, das Fahrzeug würde zurückgelassen, wenn es nicht rechtzeitig einträfe. Die Abfahrt des Schiffes wurde vom 4. auf den 11. November verlegt; offiziell wurde ncht bestätigt, dass der Snoiw Cruiser verantwortlich war für die Verzögerung. In Akron fuhr der Snow Cruiser bei Goodyear vor und übernahm zwei Ersatzräder.








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Viel Volk in Barberton OH




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Erie PA, 1922


Freitag, Samstag, Sonntag, Montag 4. bis 7. November 1939
Das Pech begleitete den Snow Cruiser weiterhin. In Erie PA erhielt das Fahrzeug von General Electric zwei nagelneue Ersatzmotoren für die Radnaben an der linken, malträtierten Seite. Der Austausch verlief nicht ohne Probleme und wurde erst am Montagmorgen fertig. Bei der Abfahrt brach erneut eine Ölleitung. Poulter hatte noch über 600 Meilen vor sich...


Freitag, 11. November 1939
In der Presse tauchten in Zusammenhang mit dem Snow Cruiser längst Attribute auf wie "verhext", "sorgenvoll" oder "glücklos". Byrd hatte überlegt, den Snow Cruiser in Philadelphia zu übernehmen, aber Poulter erreichte am Freitag die Küste von Massachusetts.


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Pavilion NY







Samstag, 12. November 1939
Das Mobil fuhr die Strecke von Pittsfield nach Framingham PA - und geriet in den größten Verkehrsstau, den Neuengland bis dato gesehen hatte. Er war selbstgemacht; die Menschen wollten das Gefährt mit eigenen Augen sehen. 70.000 Fahrzeuge verstopften alle Straßen auf den letzten Meilen.


Ausserdem brach das Telefonnetz beinahe zusammen...

Ein völlig übermüdeter Poulter entschied, aus Sicherheitsgründen in Framingham zu übernachten. Tausende besuchten den Liegeplatz am Abend und in der Nacht. Die "New York Times" schätzte die Besucherzahl auf eine unglaubliche Million.


Sonntag, 13. November 1939
Am nächsten Morgen wurde ein 10t-Kran organisiert, der Autos und Trucks beiseite schaffte, wenn sie die Weiterfahrt des Snow Cruisers behinderten. Nur noch ein kleiner Schaden war zu verzeichnen: In Boston-Wellesley räumte der Cruiser die Glaskugel einer Straßenlaterne ab. Und dann bog er, mit Poulter an den Lenkhebeln, zum Boston Army Wharf Pier ein, an dem USS North Star lag, das Schiff, das trotz allem gewartet hatte. 


Montag, 14. November 1939
Poulter gab Interviews. Er zeigte sich überzeugt vom Snow Cruiser, der ohne Tests, wie sie jeder neue PKW ohne weiteres absolvieren musste, auf die Strasse gekommen war. Die Macken wären jetzt ausgetrieben...

Indessen wurde die Verschiffung vorbereitet. Dazu mussten nicht weniger als 30 Fuss des Hecks abgetrennt werden.





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USS North Star nimmt Fracht auf...


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... und läuft aus. Der Snow Cruiser steht quer auf dem Vorschiff.



Dienstag, 15. November 1939
Poulter wartete die Flut ab und fuhr den Snow Cruiser auf das Schiff, wo er quer auf dem Vorschiff verzurrt wurde. Dann legte die "North Star" ab.




Gegen Ende der Reise wurde die Passage stürmisch. Snow Cruiser wurde besser befestigt und überstand die Reise schadlos.
 

11. Januar 1940
North Star erreichte Antarctica am 11. Januar 1940. 


 


12. Januar 1940
Die North Star ankerte in der Bucht der Wale. Es wurde entschieden, dass für das Entladen des Snow Cruiser eine Anlegestelle an der West-Basis, auch "Little America III" genannt, am besten geeignet war. Es wurde eine Rampe aus Baumstämmen gebaut. 
 
Wieder geschah beinahe ein weiteres Unglück. Beim Entladen brach das Mobil durch die Rampe und blieb stecken. Poulter wollte vermeiden, dass das Fahrzeug ins Hafenbecken stürzte und gab Vollgas.  Das Mobil landete unsanft auf dem Eis.

Dies ging so weit glimpflich aus. Die eigentliche Katastrophe war eine andere: Der Snow Cruiser schaffte kaum die zwei Meilen zum Lager. Er war schlicht zu schwer und die profillosen Reifen drehten praktisch nutzlos in den Kuhlen im weichen Schnee, insbesondere hinter den Schneehaufen, die sich vor den drehenden Rädern bildeten.

Möglicherweise wäre die Situation nicht hoffnungslos gewesen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit hätte eine andere Getriebeübersetzung geholfen, aber es gab keine. Der Snow Cruiser erhielt einen Unterstand und diente Expeditionsteilnehmern als wahrscheinlich teuerste Hotelunterkunft seiner Zeit. 




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Winter 1940
Dr. Wade unternahm in aller Stille einen letzten Versuch. Er hoffte, dass die Kälte des polaren Winters den Boden hart genug machte. Es funktionierte. Am besten mit einer Doppelbereifung aus zusätzlich an der Hinterachse angebrachten Ersatzrädern. Und im Rückwärtsgang. Dann gab es einen Blizzard und danach war der Boden wieder zu weich.
 

1. Februar 1941
 Europa befand sich längst im Krieg. Den USA drohte, ebenfalls hineingezogen zu werden. Die Expedition wurde vorzeitig abgebrochen. Weil die Regierung hoffte, die Forschung bald weiterführen zu können, liess man das ganze Material zurück. Auch den Snow Cruiser. Die nächste Expedition fand 1946 statt, aber an einer anderen Stelle. Anfang der 1960er Jahre brach ein grosses Stück des Schelfs ises weg, auf dem sich die Station samt Snow Cruiser unter meterdickem Eis befand und driftete in die Ross Sea. Vieles spricht dafür, dass der Snow Cruiser auf dem Meeresgrund liegt. Obwohl: Ganz genau weiss das niemand...   





Quellen: Special Interest Auto, The MoTor, Life Magazine, The Old Motor, Old Cars Weekly, Wikipedia


http://theoldmotor.com/?p=111903

http://www.joeld.net/snowcruiser/snowcruiser.html

http://www.joeld.net/snowcruiser/snowpics.html


NB: Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass die zusätzliche Nachtschicht nicht ganz gereicht hat. Die Fotos sind erstmal grob vorsortiert und werden nachträglich eingeordnet.

N.B.: Bilder ergänzt und sortiert.
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ASK THE MAN WHO OWNS ONE
Besser geht's nicht.
:baum:
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Mini-Man
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Beitrag #58 von Mini-Man » 14.12.2017, 08:10


Das Ding war ja unauffällg rot. Krasse Geschichte. 
Vom Ossi lernen, heisst überleben lernen !
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EscortDriver97
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Beitrag #59 von EscortDriver97 » 14.12.2017, 12:48

Ouh man was für eine Geschichte! ::D:  Klasse recherchiert Michael, war sehr aufregend zu lesen.
Meine Frage mit den Reifen hat sich auch aufgeklärt.  Aber es bleibt weiter ein Mysterium was daraus geworden ist. Scheinbar lief die zweite Expidition ja auch nicht so erfolgreich sonst hätte man ja wieder was gehört davon. Es bedeutet also irgendwann zwischen 1946 und 1960 wurde alles stehen und liegen gelassen und die Station und Cruiser unter Metern Schnee und Eis vergraben?  Krass wer weiß, wenn er nicht abgesoffen ist ist er vielleicht noch irgendwo unter Eis begraben ::):
Gruß Dominik
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Rubberhunter
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Beitrag #60 von Rubberhunter » 14.12.2017, 15:49

Was ein krasses Ding. Hammer Türchen :Doppeldaumen:
Gruss Sebastian



1972 Mercury Colony Park
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