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Buick GSX

Wissenswertes über GM
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chief tin cloud
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Buick GSX

Beitrag #1 von chief tin cloud » 23.02.2014, 02:34


(conceptcarz)

Ermöglicht wurde der GSX durch die Aufhebung einer internen Regel von GM: Bis 1969 durfte kein GM A-body (Intermediate) mit einem Hubraum über 400 ci (6.6 Liter) die Werke verlassen. Das Management wollte dadurch ein konzern-internes Wettrüsten vermeiden. Leider geriet man dadurch ins Hintertreffen mit der Konkurrenz von aussen die derlei Rücksichten nicht kannte. Ausserdem begannen sportlich orientierte Händler damit, selber solche Versionen aufzulegen: Yenko, Baldwin-Motion, Kaiser-Pontiac...

1970 galt diese Regel nicht mehr. Auch Buick profitierte davon und legte für kurze Zeit einen reinrassigen Muscle car auf. Das war erstaunlich denn Buick war eher eine Marke für gesetztere Personen. Entsprechend gut ausgestattet kam der GSX zu den Kunden.




1970 Buick GSX Stage I Hardtop in Saturn Yellow (conceptcarz)



Natürlich basierte der GSX auf Buicks Standard-Intermediate Skylark, genauer auf dem GS 455. GS (Gran Sport) war 1965-1967 eine Power-Option für den Skylark und wurde danach eine Sub-Serie. GS-Modelle hatten einen zusätzlichen Hood scoop in Verbindung einem doppelten Luftfilter-Einlass. Für moderate $ 199 war ein Stage I Performance Paket erhältlich das eine schärfere Nockenwelle, grössere Ventile, stärkere Ventilfedern, Aenderungen am Zylinderkopf sowie andere Vergaserdüsen für den 455 umfasste. Nominal stieg die Leistung dadurch nur um 20 HP auf 360 HP doch das wahr wohl etwas untertrieben um die Versicherungen nicht aufzuschrecken. Die Wahrheit lag wohl näher an 400 HP. Stage I umfasste ferner eine Positraction mit 3.64:1 Untersetzung und eine Sportabstimmung des serienmässigen Dreiganggetriebes resp. des optionalen Vierganggetriebes und der Automatik. Am Drehmoment von heftigen 510 lbf (690 Nm) bei 2800 U/min änderte Stage I nichts. Die Option war auch in anderen Baureihen, z. B. dem Riviera, erhältlich.
Das Hot Rod Magazin stoppte die Quarter mile mit einem "Standard" GS mit 3.64 posi bei 14.4 Sekunden und Motor Trend einen GS 455 Stage I mit 13.38 Sekunden und 105.5 MPH, der schnellste US-Produktionswagen den das Magazin bis dato getestet hatte.




1970 Buick GSX Stage I Hardtop in Saturn Yellow (conceptcarz)

Der GSX wurde unter dem Modelljahr nachgeschoben. Technisch gesehen war er eine Option doch wurde er vom Publikum als eigenes Modell wahrgenommen Zum Basispreis von etwa $ 3'500 kamen $ 1'196 hinzu um aus einem GS 455 einen GSX zu machen.
Dafür erhielt der Kunde ein Vierganggetriebe mit Hurst-Shifter, vordere Scheibenbremsen, HD-Aufhängung, 7-Zoll-Felgen mit Polyglas G60x15 Bereifung, Tourenzähler in der Motorhaube und spezielle Spoiler. Die Auswahl war überschaubar: Entweder Hardtop oder Convertible und als Farbe entweder Apollo White oder Saturn Yellow, jeweils mit einem schwarzen Dekorkit.



1970 Buick GSX Stage I Hardtop in Apollo White (conceptcarz)

Von den rund 20'000 GS des Modelljahrs 1970 waren gerade mal 687 GSX. Dieser war auch ohne das Stage I Paket erhältlich. 448 Käufer legten die dafür in Verbindung mit dem GSX-Package extra fälligen $ 113 obendrauf.






1971 Buick GSX Convertible in Saturn Yellow (www.remarkablecars.com)

Bereits 1971 war GSX eine Trim-Option ohne leistungssteigernde Massnahmen. Der 455 hatte offiziell noch 315 HP und als Stage I 345. In diesem Jahr traten in den USA auch schärfere Sicherheits- und Abgasvorschriften in Kraft. Dafür gab es nun sechs statt zwei Farben zur Auswahl.



Buick-Hauptkatalog 1971; Zubehörseiten mit GSX-Paket (TOCMP)

GSX wurden nicht mehr einzeln ausgewiesen; die Verkäufe des GS brachen aber gesamthaft auf 9'000 GS ein, 8'000 davon Hardtops.


1972 Buick GSX Hardtop in Saturn Yellow (www.remarkablecars.com)
1972 war das letzte Jahr für die GSX-Option.
Der GS hielt sich etwas länger; 1973 wurde er auf die Century-Plattform transferiert und bereits im folgenden Jahr endete er (wie auch der Pontiac GTO) auf der X-Plattform (bis 1978 mit RWD) und nur noch mit 350 ci. 1975 war der GS zurück auf der Century-Basiss. Er hiess nun Grans Sport 231 und hatte den 3800 V6. Danach wurde er eingestellt.
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