Zahlungsabwicklung

Wie der Name schon sagt
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ckl
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Zahlungsabwicklung

Beitrag #1 von ckl » 10.05.2013, 18:31

Ich weiß ja nicht, wie ihr üblicherweise so eure Zahlungen beim Autokauf in den USA abwickelt. Ich hab´s jedenfalls jetzt zum ersten Mal gemacht. Hier meine Erfahrungen.

Prämissen: keine großen Bargeldbeträge mit sich herumtragen; beim Kauf nach der Devise „Auto gegen Kohle“ handeln, um Risiken soweit wie möglich auszuschließen (statt Auto beim Verkäufer zu lassen – auf die Überweisung warten – Auto immer noch beim Verkäufer lassen – auf Transport warten …)


*Überweisung in US-$: grundsätzlich keine Problem, dauert aber 5-7 Tage (jedenfalls bei meiner Postbank)
*Eilüberweisung in US-$: grundsätzlich auch kein Problem, kostet nur mehr und geht 1-2 Tage schneller …
*Blitzüberweisung (auf „Zuruf“ unmittelbar nach getätigtem Kauf): wäre ideal. Macht meine Postbank aber nicht.:(
*Bank-bestätigter Scheck: macht meine Postbank leider nicht (schon gar nicht in US-$)
*Abwicklung über Konto in US-$ (vielleicht geht das ja einfacher und schneller?): macht meine Postbank nicht
*Bargeld per Western Union: dann müsste aber immer noch Bargeld ab Abholung am Western-Union-Schalter spazieren getragen werden. Allenfalls eine Notlösung. Geht aber leider nur bis maximal 7.500 und ist ganz schön teuer.
*Bleiben Travelers Cheques: so gut wie Bargeld, aber sicherer; Verlustgefahr geht erst mit der zweiten Unterschrift und Übergabe auf den Verkäufer über; kann man auch in dessen Bank machen, dann ist´s für ihn auch sicher). Wermutstropfen: maximal 5.000 EUR pro Tag können bestellt werden (jedenfalls bei meiner Postbank), Zustellung erfolgt dann per Kurier innerhalb von 1-2 Tagen. Kosten unmittelbar nur für die Zustellung (7,50 EUR pro Tranche im Wert von 2.500 EUR; verdient wird natürlich über den Wechselkurs). Also: rechtzeitig anfangen; dann geht´s aber. Und: vorher mit dem Verkäufer klären, ob er´s akzeptiert. Außerdem kann dann vor Ort auch noch auf Preisveränderung nach Kaufverhandlung reagiert werden.;)
Auf keinen Fall vergessen: (1) vor der Ausreise aus Deutschland: ungefragte Anmeldung von Beträgen über 10.000 EUR beim Zoll; dafür gibt´s ein Formular: https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=0 ; und (2) bei Einreise in die USA: ebenfalls ungefragte Anmeldung; auch dafür gibt´s ein Formular: http://www.fincen.gov/forms/files/fin105_cmir.pdf ; und wenn dann doch nicht eingekauft wurde und die Kohle wieder mit zurück gebracht werden soll: erneute Anmeldung! Sowohl in den USA wie in Deutschland! Sonst gibt´s Ärger.:watch_rules:
*Wer gute (sehr gute!) Bekannte in den USA hat, kann natürlich auch versuchen, es über deren Konto abzuwickeln. Dazu sollte man deren finanziellen Verhältnisse sehr gut kennen, bevor man Geld auf deren Konto überweist, dessen Soll-/Haben-Stand man nicht kennt. Wenn ihr wisst, was ich meine …:eek:
*Bei genügend Vorlauf – oder wenn man´s öfter macht – könnte man mal recherchieren, wie das mit einer Kontoeröffnung in den USA funktioniert (und welche zollrechtlichen und steuerrechtlichen Konsequenzen das hätte). Dazu wird man rechtzeitig vorher mal Zeit vor Ort in den USA haben müssen.
*Und natürlich bieten auch Spediteure wie Rinken ebenfalls an, eine Zahlungsabwicklung im Zusammenhang mit der Abholung des Wagens (bis dahin steht der natürlich beim Verkäufer …) zu vermitteln, das ist aber relativ teuer (in meinem Fall wären das rund 500 US-$ service charge gewesen).

Mein Verkäufer hatte im Vorfeld gesagt, dass die Schecks für ihn in Ordnung seien, ist in der Zwischenzeit aber offenbar von seiner Bank verunsichert worden:mad:: sie würden gutschreiben, aber unter Vorbehalt der Überprüfung der Schecks, was zu einer Rückbelastung führen könnte. Gott sei Dank war ein Werktag und seine Bank "nur" fünf Meilen entfernt! Dort habe ich dann meine Schecks formal in Bar eingelöst und er hat den "Barbetrag" dann sofort auf sein Konto einbezahlt. Muss ich erwähnen, dass wir keinen einzigen Geldschein gesehen haben? Kurios: die Angestellten musste auch erst ihren Filialleiter fragen, was sie denn jetzt genau zu tun hätten:confused:. Am Ende hat alles gefunzt.:D Hat halt nur gedauert (An- und Abfahrt, eine mittlere zweistellige Anzahl Schecks einzeln auf der Vorderseite mit Name, Datum und Unterschrift und auf der Rückseite ebenfalls nochmal mit Unterschrift versehen, während ein nervöser Verkäufer und zwei aufgeregte Bankangestellte um einen herumwuseln).
Andy-Cadillac
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Beitrag #2 von Andy-Cadillac » 15.05.2013, 09:30

Moin ckl,
super Bericht die ganze Aktion war bestimmt abendteuerlich ... :)
Ich hab mal ein paar Fragen.
Warst Du Dir in den USA mit sehr viel Geld unsicher, oder nur in den Großstädten ?
In Deinem Bericht ...Auf keinen Fall vergessen: (1) .... der erste Link hat kein Formular.:confused:
Muß man das Geld auch angeben wenn man es auf zwei Personen aufteilt ? (z.B. 20.000€ zu je 10.000€)
Das Geld aber für ein Autokauf verwendet ?
Eine hätte ich noch ..., wie hast Du das Auto verschifft ? Mit einer Spedition oder selber zum Hafen gebracht.
Ich hatte in Hamburg schon schwierigkeiten eine Kiste Teile aus dem Freihafen zu bekommen, in den USA
sich noch mit den Zollbestimmungen auseinander zu setzen, ist glaube ich unmöglich.
Viele Grüße
Andy-Cadillac
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ckl
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Beitrag #3 von ckl » 15.05.2013, 22:38

Hallo Andy-Cadillac,

sorry wegen des Links. Der hier müsste funktionieren: https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=0

Unsicher gefühlt? Nicht mehr als sonst. Ich fühle mich da ohnehin immer leicht, sagen wir mal "vorsichtig". Ich habe natürlich nicht ständig die Schecks mit mir herumgetragen, sondern im Hotelsafe eingeschlossen, bis ich sie tatsächlich gebraucht habe. Und das ist ja gerade der Vorteil der Schecks: jemand anders kann damit nichts anfangen und sie sind gegen Diebstahl versichert (ist in den Bedingungen recht klar beschrieben).

Theoretisch kann man den Betrag sicher aufteilen, aber wenn von zweien jeder 9.999 Euro dabei hat (und wehe, Du hast dann noch zufällig ein paar Scheine sowieso in der Hosentasche ...), dann führt das sicher zu komischen Nachfragen durch die Zollbeamten, wenn es auffliegt. Und die Anmeldung ist wirklich kein Ding! Hat genau 10 Minuten gedauert (Formular hatte ich zu Hause ausgefüllt, ausgdruckt und unterschrieben), und dabei ist die Plauderei über das in Aussicht genommene Auto schon eingerechnet. OK, das hängt sicher auch von dem Betrag ab: mehr Ziffern, mehr Fragen?

Die Verschiffung habe ich bei Rinkens in Auftrag gegeben: http://www.cfrrinkens.com/global-cargo-shipping
Der Wagen ist allerdings noch nicht hier. Er ist in Bremerhaven angekommen und wird derzeit über Holland verzollt. Rinkens hat organisiert, dass der Wagen am vereinbarten Ort durch einen Autotransporter abgeholt und zum Hafen gebracht, in den Container gepackt und verschifft wird. Die bieten die ganze Orga an. Man hat dann zwischendurch Kontakt mit Dienstleistern (Autotransporter, Entlader, Verzoller), aber das sind bislang lediglich Detailabstimmungen; die brauchen halt dann etwa eine Vollmacht, um die Zollgeschichte machen zu können. Mal sehen, wie es weitergeht. Ehrlich gesagt: wenn ich das alles Stück für Stück selbst in die Hand nehmen sollte, wüsste ich nicht wo ich als erstes hinfassen sollte. Und habe auch nicht die Zeit dafür (siehe das beschriebene Zahlungsdings).

Beste Grüße
ckl

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